Action Bild

Mythos Ironman Hawaii

Alexander Blank auf Hawaii 2008

Was für Tennisspieler das Wimbledon-Turnier oder Radsportler die Tour de France darstellt, das ist für Triathleten der Ironman auf Hawaii. Der Mythos des bekanntesten und zugleich spektakulärsten Ironman über die für den Normalsportler unvorstellbaren Distanzen von    3,8 km Schwimmen im Meer, 180km Radfahren und einem abschließenden Marathonlauf über 42km ist seit mehr als 30 Jahren ungebrochen. Jedes Jahr im Oktober treffen sich auf „Big Island“  die besten Langstreckentriathleten der Welt, um ihren inoffiziellen Weltmeister zu ermitteln. Dabei fällt die Entscheidung über den Sieger oft erst auf der Laufstrecke bei Temperaturen von zum Teil über 40° C, nachdem die im Verlauf der Radstrecke aufkommenden Mumuku-Winde das Rennen bereits stark beeinflusst haben.

Der Grossteil der rund 1800 Teilnehmer muss sich durch eine schnelle Zeit in seiner Altersklasse bei einem der 25 weltweit stattfindenden Ironman-Wettkämpfe für Hawaii qualifizieren, wobei einige davon nur über die halbe Distanz führen. Die Anzahl der Qualifikationsplätze für Hawaii wird für jeden Wettbewerb vorab festgesetzt und in Abhängigkeit von der jeweiligen Teilnehmerdichte über die einzelnen Altersklassen verteilt.  Nach vielen Jahren im fränkischen Roth kann man sich die Qualifikationsnorm auf deutschem Boden seit 2002 beim Ironman Germany in Frankfurt am Main und zudem beim Half-Ironman in Wiesbaden erwerben. Weitere bekannte Wettkämpfe in Europa finden in Klagenfurt, Zürich, Nizza und auf Lanzarote statt.

Der Idee des Ironman auf Hawaii entstand 1978 durch die Diskussion einiger Angehörigen der US-Navy, welcher Sportler wohl über die größte Ausdauerfähigkeit verfüge, Schwimmer, Radfahrer oder Läufer? So kombinierte man die Sportarten von damals drei auf der Insel  veranstalteten Rennen in einem Nonstop-Wettbewerb und es galt: „Whoever finishes first, we`ll call him the Iron Man!“

Der erste Sieger unter 15 Teilnehmern erreichte nach 11:46 Std. das Ziel, mittlerweile liegt die Rekordzeit auf Hawaii bei 8:04 Std., die Weltbestzeit über die Ironman-Distanz gar bei 7:50 Std.

Aus deutscher Sicht konnte man bisher 4 Gesamtsiege auf Hawaii verzeichnen, doch auch Triathleten aus der Region haben sich bereits mehrfach erfolgreich in die Ergebnislisten auf Hawaii eingetragen.

Während das GEALAN Tri TEAM IfL Hof erst einmal auf Hawaii vertreten war, kann das SUUNTO TEAM TSV Hof seit 1989 bereits 11 Hawaii-Finisher in seinen Reihen vorweisen    und verfügt damit über sehr große Erfahrungen über den „langen Kanten“. 

Insgesamt fünf Hofer Triathleten blieben auf Hawaii bisher unter der begehrten 10-Stunden-Marke, darunter auch die bislang einzigen Mehrfachstarter Bernd Bernhuber und Peter Fischer vom TSV Hof.

Beim ersten sportlichen Aufeinandertreffen beider Vereine auf Hawaii 2008 entschied der erfahrene Alexander Blank vom SUUNTO TEAM TSV Hof das Rennen gegen den jungen talentierten Stefan Richter vom GEALAN Tri TEAM IfL Hof knapp zu seinen Gunsten.

Das WERTBAU TEAM TSV Hof und die IRONMAN Triathlons

Holger Thauer erfüllt sich einen Lebenstraum

In der Anfangsphase des heutigen WERTBAU TEAM TSV HOF war ein gewisser Schwerpunkt bei den Triathlonwetkämpfen über die sog. Ironman oder Langdistanz zu erkennen. In der zweiten Hälfte der Neunziger Jahre war der TSV 1861 Hof mit mehreren Startern bei diversen Ironman Wettkämpfen vertreten.

Peter Fischer und Bernd Bernhuber qualifizierten sich in dieser Zeit regelmäßig für den Ironman auf Hawaii - die Mutter aller Triathlonwettkämpfe. Ein direktes Kräftemessen von Peter und Bernd an der Geburtsstätte der Ironman Wettkämpfe steht allerdings noch aus.

Die Bestzeit der Triathleten des TSV 1861 Hof auf Hawaii beträgt 9:39 Stunden und wurde 1989 von Stefan Schoberth erzielt. Bernd Bernhuber war 1998 kurz davor diese Marke zu wiederholen - mit einer Endzeit von 9:40 Stunden. 

Während eines Ironmanwettkampfes sind 3,8 km schwimmend, 180 auf dem Rad und abschließend ein Marathon über 42,195 km zu absolvieren sind. Diese Streckenlängen sind beachtlich, bieten und boten immer wieder Stoff für Stories die man sich noch heute erzählt. Der heutige hervorragende Ruf des WERTBAU TEAM TSV HOF rührt auch etwas aus dieser Zeit.